Jugendliche ohne Ausbildungsplatz (JoA)

 

Mitarbeiter

Was sind Jugendliche ohne Ausbildungsplatz (JoA)?

Jugendliche ohne Ausbildungsplatz stellen in der Berufsschule eine immer größer werdende Schülergruppe dar. Man geht von 15-20% eines Jahrgangs aus, die nach dem Verlassen des allgemein bildenden Schulsystems zunächst ohne Ausbildungsplatz sind. Aus schulorganisatorischen Gründen werden an unserer Schule nur Schülerinnen unterrichtet. Diese Jugendlichen bei der beruflichen Orientierung zu unterstützen und sie individuell besser für die Berufswelt zu qualifizieren, ist das Haupanliegen des Unterrichts an der Leo-von-Klenze-Schule.

Wie ist der Unterricht organisiert?

Die Schülerinnen besuchen an einem Tag der Woche die Berufsschule. Um berufsfeldübergreifende Kompetenzen zu vermitteln, bieten wir den Schülerinnen viele verschiedene Projekte an, die zwar auf beruflich verwertbare Inhalte abzielen, aber nicht einem bestimmten Berufsfeld zugeordnet werden können. Außerdem legen wir Wert auf einen persönlichkeitsbildenden Unterricht, der die Entwicklung des Einzelnen fördert, das Arbeiten in beruflichen Teams unterstützt und die Stärkung der Ausbildungsfähigkeit anstrebt.

Unsere Projekte:

So steht beispielsweise im ersten Projekt der Klasse JoA 10 die Berufsorientierung im Zentrum. Dabei bekommen die Schülerinnen die Möglichkeit, verschiedene Tätigkeitsfelder kennenzulernen. Vertreter bestimmter Berufe stellen diese in der Klasse vor. Außerdem gibt es Unterrichtsgänge, in denen Betriebe bzw. berufliche Ausbildungseinrichtungen wie das BBZ Ingolstadt erkundet werden. Die Schülerinnen reflektieren ihre Erfahrungen und berichten darüber. Sie informieren sich über Unternehmen und Ausbildungsberufe und stellen diese in Kurzpräsentationen vor. Anhand von beruflichen Auswahltests werden Strategien beim Lösen mathematischer Probleme behandelt. So werden Inhalte der Fächer Deutsch, Mathematik, Sozialkunde und Ethik nicht isoliert behandelt, sondern im Zusammenhang mit dem jeweiligen Thema. Besonders wichtig ist aber auch die Vermittlung von „soft skills“ und vor allem die Stärkung des Selbstbewusstseins, verbunden mit Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten.

In der Klasse JoA-S eignen sich die Schülerinnen im Projekt „Gesunde Ernährung“  Wissen darüber an und setzen dieses in der Planung und der Durchführung eines Schulfrühstücks bzw. eines Schulimbisses um. Dabei werden mathematische Kompetenzen geschult (Berechnung der Zutaten, des Verkaufspreises u. ä.), Rezepte und Tipps geschrieben, wirtschaftliche Kenntnisse trainiert (Einkauf, Verkauf) und ethische Fragen thematisiert (Verschwendung von Lebensmitteln).

Weitere Projekte sind u.a. zu den Themen Liebe und Verantwortung, Erste Hilfe und Zusammenleben der Generationen geplant.

 

 

Legetøj og BørnetøjTurtle